![]() |
Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. |
| Steinernes Meer - Schneiber Expeditionen |
1. 1984 (19 Tage, 4 Personen)
2. 1985 (14 Tage, 3 Personen)
3. 1986 (8 Tage, 5 Personen)
Hauptziel war auch in diesem Jahr die Erforschung der Höhlen im Schneiber (Steinernes Meer,
Bayerische Alpen) zusammen mit zwei Mitgliedern des Vereins für Höhlenkunde München e.V.
Leider vertrieb uns das extrem schlechte Wetter schon nach einer Woche. Trotzdem wurden
wieder einmal mehrere Hundert Meter entdeckt und vermessen. Vor allem in der Firngrotte
ging es in großräumigen Gängen überraschenderweise weiter. In einer großen Halle wurde hier an zwei bewetterten Fortsetzungen der Vorstoß abgebrochen. Mehrere Höhlen konnten neuentdeckt werden, darunter eine über 100m lange und ca. 50m tiefe Schachthöhle mit einem imposanten 30m tiefen Eingangsschacht.
4. 1987 (17 Tage, 6 Personen)
Dieses Jahr führten wir zusammen mit Münchener Höhlenkollegen eine zweiwöchige Expedition
ins Steinerne Meer durch.
Dabei lag der Schwerpunkt bei der Vermessung und Anbindung von schon bekannten Höhlen,
was sich in einer vermessenen Ganglänge vonüber 800m wiederspiegelt. Neuentdeckungen
waren zwar diesmal nicht so zahlreich und meist weit verstreut, doch beläuft sich die
neuentdeckte Ganglänge 1987 immerhin noch auf 500m. Die Länge der Sauerländerhöhle
beträgt nun endlich über 1000m und die Tiefe der Firngrotte über 80m.
5. 1988 (11 Tage, 4 Personen)
Bei unserer diesjährigen einwöchigen Schneiberexpedition konnten 12 Höhlen mit einer Länge
von insgesamt 506m neuentdeckt werden, darunter der über 100m tiefe und 160m lange
Clausthaler Schacht, bei dem nur eine kleine Engstelle den weiteren Abstieg vereitelte.
Auch der 76m lange Eisbläser endet an einer Engstelle. Neben 694m vermessener Gänge
wurden mehrere Kilometer Außenvermessung durchgeführt. Das Gebiet des Kleinen Schneibers
ist somit in seinem zentralen Bereich ausführlich bearbeitet.
6. 1991 (15 Tage, 10 Personen)
7. 1992 (14 Tage, 8 Personen)
Die zweiwöchige Schneiberexpedition (8 Personen), die wieder zusammen mit den Brüdern
Erlemeyer stattfand, war mit 1691 entdeckten und vermessenen Metern Höhlengängen eine der
erfolgreichsten Touren. in umfangreichen Außenvermessungen gelang es praktisch alle
Höhlen an unser Netz anzuschließen.
Eine herausragende Neuentdeckung war die Fortsetzung des Eisbläsers, in dem
449m Ganglänge neu erkundet wurde. Somit beläuft sich die Gesamtganglänge auf 1018,5m bei einer Tiefe von über 100m. Der Eissinterschacht, ein zumeist geräumiges
Vertikalhöhlensystem, wurde bis in eine Tiefe von 185m bei einer Länge von 216m erforscht.
Die Gjaidschneid Ruinenhöhle bildet einen röhren und canyongeprägten Höhlenrest von 123m Ganglänge. Bei weitem noch nicht erforscht ist der 251m lange und 114m tiefe
Latschencanyon, dessen Erkundung an einer Kletterstufe in einem 30m hohen
Canyongang abgebrochen werden musste. Weiteren Expeditionen bleiben noch genug unerforschte
Fortsetzungen vorbehalten.
8. 1993 (17 Tage, 8 Personen)
Bei der diesjährigen zweiwöchigen Expedition des Arbeitskreises und der Brüder Erlemeyer
wurden 1534 Meter neuer Höhlengänge erkundet und vermessen.
9. 1994 (14 Tage, 11 Personen)
Bei der diesjährigen zweiwöchigen Expedition des Arbeitskreises zum
Schneiber, an dem auch Mitglieder der SGL und die Brüder Erlemeyer
teilnahmen, wurden 1510 m neuer Höhlengänge entdeckt und vermessen.
10. 1995 (17 Tage, 6 Personen)
An der diesjährigen zweiwöchigen Schneiberexpedition nahmen 6
Vereinsmitglieder teil. Gut 55O m Neuland konnten entdeckt und vermessen
werden. Der Forschungsschwerpunkt lag in der ersten Woche auf dem
Gamskarhöhlensystem, in dem an mehreren Stellen Neuentdeckungen gelangen.
Nach längerem Suchen fand sich auch eine Verbindung zwischen Ditischacht
und den Canyonportalen. Außerdem gelang es uns,ein weiteres Hauptgangstück
des Höhlensystems, die 64 m lange Untere Gamskarhöhle, zu finden.
Neben der Vermessung von kleineren Höhlen und Schächten wurden wieder
umfangreiche Außenvermessungen durchgeführt, um die Objekte an den
Gesamthöhlenplan anzubinden.
In der zweiten Woche verlagerten wir die Aktivitäten auf den Kleinen
Schneiber. Neben der Entdeckung mehrerer Kleinhöhlen gelang es uns, durch
einen engen Karrenzustieg den 120 m langen Kieselschacht zu erkunden. Die
eigentliche Schachthöhle schneidet auf zwei Niveaus bewetterte horizontale
Röhrengänge an, die schließlich in Kiesfüllungen enden. Vermutlich bestehen
hier noch unbekannte Verbindungen zum Sauerländerhöhlensystem. Weitere
Untersuchungen sind sowohl im Gamskar als auch im Kieselschacht für 1996
geplant.
11. 1996 (16 Tage, 5 Personen)
An der diesjährigen Schneiberexpedition nahmen vier Vereinsmitglieder und ein Gast aus Hemer teil. Das teilweise sehr schlechte Wetter und Transportprobleme erschwerten diesmal die Forschungen. Die Arbeiten konzentrierten sich überwiegend auf das Gamskar und hier speziell auf die Gamskarhöhle. Mehrere interessante Fortsetzungen wurden dabei nur z.T. erkundet. In den Schachthöhlen Superloch und Gipfelschacht schlossen wir die Forschungen ab. Insgesamt wurden 287 Meter Höhlengänge dokumentiert, davon waren 174 Meter Neuland.
12. 1997 (8 Tage, 3 Personen)
Die diesjährige dreiköpfige Schneiberexpedition fiel buchstäblich ins Wasser. Schon nach einer Woche musste die Tour wegen sintflutartiger Regenfälle abgebrochen werden.
Da alle Höhlen extrem nass waren, war an eine normale Forschungsarbeit nicht zu denken.
Etwa 150 Meter Ganglänge konnten kartiert werden. Darunter eine nun noch immer offene Fortsetzung in der Gamskarhöhle.
13. 1999 (8 Tage, 6 Personen)
Bei wunderschönem Wetter wurden die Forschungen in diesem Jahr wieder
aufgenommen. Im Forschungszeitraum konnten sechs neue Höhlen entdeckt und
bearbeitet werden. In einer altbekannten Eishöhle stießen wir auf eine
mittlerweile vom Eis freigegebene Fortsetzung. Diese kann jedoch erst bei
einer der nächsten Expeditionen genauer untersucht werden.
14. 2000 (9 Tage, 4 Personen)
Die im letzten Jahr entdeckte Fortsetzung in der Glaseishöhle brachte diese
bisher nur einige zig Meter lange Höhle auf eine neue vermessene Länge von
530 m. Damit ist sie die fünfte Großhöhle am Schneiber. Insgesamt wurden bei
sehr gutem Wetter über 500 Meter Neuland entdeckt.
15. 2001 (7 Tage, 3 Personen)
Nach Überwindung eines Versturzes konnte in der Glaseishöhle in großräumiges
Neuland vorgestoßen werden. Die Höhle wurde auf derzeit 927,5m Länge und 140m
Tiefe vermessen. Viele offene Fortsetzungen warten auf ihre Erforschung.
16. 2002 (7 Tage, 3 Personen)
Nur drei der offenen Fortsetzungen in der Glaseishöhle wurden untersucht.
Trotzdem konnten in der kurzen Zeit 536m Neuland gefunden und vermessen werden.
An vielen Stellen wurde auf offener Strecke umgekehrt. Die Glaseishöhle scheint das
zu sein, was wir am Schneiber seit vielen Jahren gesucht haben. Bei derzeit 1463,5m
ist noch lange nicht Schluss.
17. 2003 (7 Tage, 5 Personen)
Insgesamt wurden in diesem Jahr dabei 556m entdeckt und vermessen. Hauptziel war wieder einmal
die Glaseishöhle, auf die 456m Neuland kamen. Die Forschungsarbeiten wurden durch das gute Wetter
begünstigt. Lediglich die
Wasserversorgung aus den spärlichen Tropfwasserstellen gestaltete sich schwierig, da praktisch
alle Firnfelder und eingangsnahen Eisvorkommen abgetaut waren.
18. 2004 (7 Tage, 4 Personen)
In diesem Jahr wurden lediglich 258,5m Neuland enteckt - alles in der Glaseishöhle. Grund dafür
waren zeitaufwändige Schlosserarbeiten, die immer noch nicht beendet werden konnten. Auch eine
ganztägige Foto-Tour verzögerte die Vermessung, brachte uns aber endlich gute Dias aus vielen
Bereichen der Höhle. Die Hauptfortsetzungen liegen jetzt in den tieferen Bereichen der Höhle,
was die Touren in die Länge treibt - alleine der Rückweg bis zum Ausgang dauert ca. drei Stunden.