Wir können auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2000 zurückblicken. Insgesamt konnten
wir im vergangenen Jahr in unseren Arbeitsgebieten 3471 Meter Neuland entdecken. Das ist eines
der besten Ergebnisse seit Bestehen des Vereins. Alleine 1323m wurden in unseren
heimischen Arbeitsgebieten entdeckt, 1648m in
Syrien und 500m am Schneiber.
(1/2001)
Das neue Jahr fängt nicht schlecht an. In den ersten Wochen konnten im Oberbergischen
Land bereits zwei Höhlen entdeckt werden. Eine davon ist neu, an den Wänden und in einem
Seitengang finden sich schneeweiße Tropfsteine. Die andere Höhle konnte an Hand einer
alten geologischen Karte unter einem Berg Müll wiederentdeckt und gereinigt werden.
(1/2001)
Bei den Wahlen gab es bis auf den Wechsel eines
Beisitzers in diesem Jahr keine Veränderungen im Vorstand.
(3/2001)
In der Zeit vom 20.-24.4. fand das
Middle-East Speleology 2001 Symposium
statt. Vier Mitglieder besuchten dieses Treffen, hielten selbst Vorträge, informierten sich und
knüpften viele interesante Kontakte.
(4/2001)
Wieder konnte im Oberbergischen Land eine neue Höhle entdeckt werden. Die Alte Walbachhöhle
besteht hauptsächlich aus einem alten Gang, der Dimensionen von bis zu drei Meter Breite und zwei
Meter Höhe erreicht. Unser Interesse gilt derzeit einem jüngeren, schachtartig in die Tiefe ziehenden Seitengang.
(4/2001)
Im Mai nahm der Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. aktiv an der
5. Internationale Tagung der Fachsektion Geotopschutz der Deutschen Geologischen Gesellschaft
"Geotopschutz im Ballungsgebiet". Zwei themenspezifische Vorträge wurden von uns
eingebracht.
(5/2001)
Sechs Mitglieder des AKKH fuhren im Juni zunächst eine Woche in den französischen Jura.
Anschließend wurde die Jahrestagung des VDHK besucht.
(6/2001)
Ein Erdfall öffnete uns den Weg zu einem unterirdischen Bachlauf. Durch die sehr starke Schüttung
und die partielle Verstopfung des Abflusses durch das Material aus dem Erdfall ist bei dessen
Beseitigung teilweise der Einsatz starker Pumpen notwendig. Schon jetzt bekommen wir durch
diese Höhle einen ungeahnten Einblick in die Hydrologie des Gebietes.
(6/2001)
Die Arbeiten im kleinen Schacht der Alten Walbachhöhle hatten endlich Erfolg.
Nachdem wir nach endlosen Grabungen auf einen offenen Gang stießen, mussten wir
nach nur vier Metern erneut einen Versturz beseitigen. Dahinter fand
sich dann ein mehrere Meter durchmessender Raum mit einem daran anschließenden ca. 10m
langen und bis 4m hohen Kluftgang. Weitere Fortsetzungen sind wahrscheinlich.
(8/2001)
Die diesjährige Expedition zum Schneiber war
ein voller Erfolg.
Nach Überwindung eines Versturzes konnte in der Glaseishöhle in großräumiges
Neuland vorgestoßen werden. Die Höhle wurde auf derzeit 927,5m Länge und 140m
Tiefe vermessen. Viele offene Fortsetzungen warten auf ihre Erforschung.
(8/2001)
An der Hembecke konnte nach aufwendiger Grabung eine schmale, bewetterte Spalte
freigelegt werden. Wegen der Fledermausschutzzeit werden die Arbeiten aber bis
zum nächsten Frühling unterbrochen.
(9/2001)
In Ennepetal wurden erneut die Arbeiten in der Mönckes-Ponorhöhle aufgenommen.
Mehrere Kubikmeter Abraum mussten unter wiedrigsten Umständen in mehreren
Etappen aus den unteren Teilen des aktiven Ponors bis ans Tageslicht gebracht
werden. Belohnt wurden wir bisher nur mit der Entdeckung eines 3m durchmessenden
und etwa 4m hohen Raumes.
(11-12/2001)